
Dimension 3.7
Gestaltung des Schulgebäudes und -geländes
3.7.1
Die Schule leistet ihren Beitrag dazu, dass die Gebäude und das Gelände gepflegt und gestaltet sind.
Aufschließende Aussagen
- Die Schule achtet im Zusammenwirken mit dem Schulträger darauf, dass die Gestaltung des Schulgeländes und der Räume, insbesondere der Unterrichtsräume und der dazugehörigen schulischen Ausstattung, das Lehren und Lernen unterstützt.
- Die Schule nutzt ihre Möglichkeiten, Räume einladend und ästhetisch zu gestalten.
- Die Schule stattet im Zusammenwirken mit dem Schulträger die zur Verfügung stehenden Räume, insbesondere im Ganztag, für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler angemessen aus und bietet nach Möglichkeit auch digitale Lerngelegenheiten und Arbeitsmöglichkeiten bzw. adäquat digital ausgestattete Arbeitsplätze an.
- Die Schule wirkt darauf hin, dass die Möglichkeiten innovativer Raumgestaltung nach pädagogischen Maßstäben - insbesondere bei der Planung und Umsetzung baulicher Veränderungen - in multiprofessioneller Kooperation mit dem Schulträger genutzt werden.
- Die Schule nutzt ihre Möglichkeiten zur Gestaltung der Barrierefreiheit.
- Alle Beteiligten fühlen sich mitverantwortlich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Gebäude, die sanitären Anlagen und das Gelände sauber und gepflegt zu halten; auf die Einhaltung von Hygienestandards wird geachtet.
- Bei der Gestaltung des Geländes, des Gebäudes sowie der (Unterrichts-)Räume achtet die Schule darauf, dass entwicklungsgemäße Aufenthalts-, Spiel- und Ruhemöglichkeiten geschaffen werden.
- Die Schule gestaltet den Pausenhof so, dass er zur Bewegung motiviert sowie Ruhe- bzw. Rückzugsmöglichkeiten vorhält.
- Gestaltung und Beschilderung unterstützen die Orientierung im Gebäude und auf dem Gelände; nach Möglichkeit werden auch die Herkunftssprachen der Schülerinnen und Schüler und ihrer Erziehungsberechtigten berücksichtigt.
- Die Schule achtet bei ihren Gestaltungsaktivitäten und -vorhaben auf ökologische Aspekte.
- Die Schule leistet ihren Beitrag dazu, dass Räume und Verkehrsflächen für Präsentationen von Schülerarbeiten und Aufführungen genutzt werden können.
Erläuterungen
Eine planvolle Gestaltung des Lern- und Lebensraums Schule bezieht auch das Schulgebäude und -gelände mit ein. Das räumliche Lernumfeld wird zurecht zunehmend als „dritte pädagogische Säule“ betrachtet: Der Ausbau von Ganztagsschulen, eine stärkere Individualisierung des Lernens, die inklusive Schulentwicklung sowie die zunehmenden Möglichkeiten an digitalen Lerngelegenheiten tragen maßgeblich zu einer veränderten Unterrichtskultur bei, auf die bei der Gestaltung des Lernraums auch architektonisch reagiert werden muss.
Ob es um Neubau, Sanierung, Umbau, Raumgestaltung, Renovierung oder Re-Organisation geht – pädagogische Prinzipien und Konzepte prägen zunehmend Planung, Umsetzung und Ergebnisse auch der baulichen Maßnahmen.
Demzufolge kommt der funktionalen und innovativen Gestaltung und Pflege von Schulgebäuden und -geländen eine wichtige pädagogische Bedeutung zu, für die alle Beteiligten – Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen, Lehrkräfte, Erziehungsberechtigte und Schulträger – im Rahmen ihrer Möglichkeiten und jeweiligen Zuständigkeiten verantwortlich sind. Die aufschließenden Aussagen fächern zahlreiche Aspekte hierzu auf, an denen Schulen sich konkret orientieren und messen können. Das übergeordnete Ziel aller Bemühungen liegt darin, zukunftsfähige Schulgebäude zu schaffen. Zu diesem Zweck wurden unterschiedliche Materialien zusammengestellt, die Schulen in ihrem Gestaltungsprozess unterstützen sollen. Probleme oder Hinweise zu diesem Material meldenArbeitsmaterialien
Reflexionsbögen
Material zum Download:
Leitfaden zum Reflexionsbogen
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Anmoderationstext
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3.7.1-Reflexionsbogen-Schulleitung.docx
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3.7.1-Reflexionsbogen-Lehrkraefte.docx
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3.7.1-Reflexionsbogen-Schuelerinnen-und-Schueler-bis-Jahrgangsstufe-7.docx
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3.7.1-Reflexionsbogen-Schuelerinnen-und-Schueler-ab-Jahrgangsstufe-8.docx
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Projekte & Portale
Praxisbeispiele
Offene Ganztagsschule Gottfried Kinkel, Bonn-Oberkassel
0228 449037930
111375@schule.nrw.de
www.gottfried-kinkel-grundschule.de
Die Klassenräume sind derart gestaltet, dass sie eine kreative und entwicklungsfördernde Atmosphäre bieten, vor allem zur Förderung der sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Außerdem gibt es sechs attraktive Themenräume: ein Atelier mit Kinderstaffeleien, einen Motorikraum mit Kletterwand und Schaukelsystem, einen Musik- und Theaterraum mit verschiedenen Instrumenten, einen Lego- und Konstruktionsraum – ausschließlich mit Baumaterial und einen Snoezelenraum zum Entspannen und für Kinderphantasie-Reisen bei Lichtspielen und ruhigen Klängen.
Link zum Praxisbeispiel eingesehen am: 24.01.2025Probleme oder Hinweise zu diesem Material meldenGesamtschule Rosenhöhe, Bielefeld
0521 515627
193495@schule.nrw.de
www.gesamtschule-rosenhoehe.de
Die Schule hat 2016 im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Pilotprojekt Inklusive Schulen planen und bauen" der Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft 100.000 Euro Preisgeld gewonnen.
Aus dem entsprechenden Online-Artikel der "Neuen Westfälischen: "Die Gesamtschule Rosenhöhe ist eine Schule für alle, also für Schüler mit und ohne Förderbedarf. Das erfordert Vielfalt in der Raumgestaltung. Und was es in der Sekundarstufe mittlerweile gibt, soll nun in der Sekundarstufe II, die derzeit in der Marktschule untergebracht ist, fortgeführt werden. Geplant ist ein Neubau auf dem Schulgelände unter Einbeziehung einer Sanierung oder eines Neubaus der Schulsporthalle. Die Kosten belaufen sich auf etwa fünf Millionen Euro, Baustart könnte Mitte 2019 sein. Das Preisgeld von 100.000 Euro wird im Voraus für die Phase Null benötigt. In dieser sitzt ein Planungsteam, bestehend aus dem Amt für Schule, der Gesamtschule Rosenhöhe, dem Immobilienservicebetrieb und einem Beratungsteam aus Pädagogen und Architekten der Montags-Stiftung, an einem Tisch und überlegt, wie Schulgebäude künftig aussehen könnten; erst an der Rosenhöhe, dann in ganz Bielefeld."
Material zum Download:
Material der Schule
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Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck
0209 983030
193800@schule.nrw.de
Die Ev. Gesamtschule in Gelsenkirchen Bismarck gilt als ein Musterbeispiel für eine gelungene Symbiose von Pädagogik und Architektur. Die zur Zeit 5-zügige Gesamtschule exisitiert seit fast 20 Jahren und fühlt sich einem besonderen reformpädagogischen Ansatz verpflichtet, dem die Architektur folgt. Die Schule ist als kleine Stadt konzipiert, an deren Gestaltung während der Entstehungszeit maßgeblich auch die Schülerinnen und Schüler selbst beteiligt waren. Außenbereich, Klassenhäuser, Lehrerarbeitsplätze, Marktplatz und Wirtshaus machen den Standort nicht nur zu einem vorbildlichen Haus des Lebens und Lernens, sondern auch zu einem "Naherholungsgebiet" für alle Menschen des Stadtteils (vgl. hierzu auch: Hübner, Peter (2005): Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen: Kinder bauen ihre Schule - Children make their school. Stuttgart).
Link zum Praxisbeispiel eingesehen am: 24.01.2025Probleme oder Hinweise zu diesem Material meldenGesamtschule Schlebusch, Leverkusen
0214 310170
189406@schule.nrw.de
www.gesamtschule-schlebusch.de
02594 4893
168142@schule.nrw.de
Die Entscheidung des Clemens-Brentano-Gymnasiums, sich zu einer Ganztagsschule weiterzuentwickeln, hatte umfangreiche Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten zur Folge, denen eine pädagogische Grundüberzeugung für Lernerfolg zugrunde liegt: Ein Kind hat drei Lehrer: zuerst die anderen Kinder, dann die Lehrkräfte, und als dritte Säule die Lernumgebung. Lernen in der Ganztagsschule bringt zudem eine veränderte Lern- und Unterrichtskultur mit sich. Aus einer Schule des Belehrens wird eine Schule des Verstehens. Diesem Anspruch kann das traditionelle Klassenzimmer allein nicht mehr gerecht werden - daher wurden folgende neue Lernumgebungen bewußt gestaltet: Unterrichtsbereich, Begegnungsbereich, Rückzugsbereich, Bewegungsbereich, musisch-künstlerischer Bereich, Medienbereich, Verwaltungs- und Lehrkräftearbeitsbereich und Mensa. All diese Bereich sollen nicht nur erhalten, sondern beständig weiterentwickelt werden.
cbg.duelmen.org Link zur Homepage der Schule eingesehen am: 24.01.2025Probleme oder Hinweise zu diesem Material meldenNeues Gymnasium Bochum
0234 5797890
195947@schule.nrw.de
www.neues-gymnasium-bochum.de
Michaeli Schule Köln
0221 9235910
194402@schule.nrw.de
www.michaeli-schule-koeln.de
Freie Waldorfschule Gladbeck
02043 29720
187630@schule.nrw.de
www.waldorfschule-gladbeck.de
Qualitätsanalyse
Zum oben genannten Kriterium des Referenzrahmens Schulqualität ergeben sich die folgenden in der Tabelle abgebildeten Analysekriterien des Qualitätstableaus NRW. Zu jedem Analysekriterium sind Erläuterungen und Hinweise ergänzt, die deutlich machen, wie das Kriterium zu verstehen ist. Für alle Schulen verpflichtende Kriterien sind gelb gekennzeichnet, alle weiteren können von den Schulen ergänzend in das Analyseverfahren einbezogen werden.
Analysekriterium | Erläuterungen und Hinweise zum Analysekriterium |
---|---|
Die Schule nutzt Gestaltungsmöglichkeiten bezogen auf die Schulgebäude und das Schulgelände. | Die Schule nutzt ihre Möglichkeiten, Schulgebäude und Schulgelände im Sinne eines Lern- und Lebensraums auszugestalten. Die Schule achtet im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf, dass die Gestaltung der Schulgebäude und des Schulgeländes. Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten bietet sowie zur altersadäquaten Bewegung motiviert. Räume und Verkehrsflächen werden für Präsentationen von Schülerarbeiten und Aufführungen genutzt. Gestaltung und Beschilderung unterstützen die Orientierung im Gebäude und auf dem Gelände. Die Schule leistet ihren Beitrag zu einem zielorientierten Zusammenwirken mit dem Schulträger bei allen Fragen einer an pädagogischen Grundsätzen ausgerichteten Gestaltung und einer zeitgemäßen Ausstattung von Schulgelände und Schulgebäude (z. B. digitale Ausstattung, Barrierefreiheit, entwicklungsgemäße Einrichtung, ökologische Aspekte). |
Die Schule leistet ihren Beitrag dazu, dass die Schulgebäude und das Schulgelände gepflegt und sauber sind. | Schülerinnen und Schüler werden für einen sorgsamen Umgang mit den Schulgebäuden und dem Schulgelände sensibilisiert und zu einem entsprechenden Verhalten angehalten. Alle schulischen Gruppen fühlen sich mitverantwortlich, die schulischen Räume (einschließlich der sanitären Anlagen, Sporthallen, Flure und Aufenthaltsbereiche etc.) und das Schulgelände sauber, einladend und gepflegt zu halten. Die Schule hat Vereinbarungen zu diesem Zweck getroffen und überträgt Personen oder Personengruppen aus der Schulgemeinschaft Aufgaben und Verantwortung. |
Folgende Links führen zu weitergehenden Informationen zum Qualitätstableau NRW und der Qualitätsanalyse:
Kompaktversion des Qualitätstableaus Langversion des Qualitätstableaus Qualitätsanalyse im Bildungsportal
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Literatur
Angefragt!
Veranstaltungsformate zur Implementation des Referenzrahmens Schulqualität NRW (RRSQ)
Unter anderem für folgende Zielgruppen bietet das QUA-LiS-Team RRSQ speziell entwickelte Veranstaltungsformate an: • Schulleitungen u. Steuergruppen • Schulaufsicht • Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) • Fachleitungen in den ZfsL • Seminare der ZfsL • Ausbildungsbeauftragte der ZfsL-Kooperationsschulen • Kompetenzteams • Orientierungsseminare • Qualifizierungsseminare „Neu im Amt“ Ein möglicher Ablauf einer Veranstaltung (von 90-240 Minuten […]
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Die Schulen in NRW nutzen Kooperationen mit Institutionen, Initiativen und Vereinen und weiteren Partnern zur Gestaltung ihrer schulischen Arbeit. Den Schülerinnen und Schülern ermöglichen sie weitergehende Erfahrungs- und Lernangebote, wozu u.a. Schüleraustauschprogramme, Netzwerkarbeiten, Betriebserkundigungen und kulturelle Angebote gehören. Insgesamt 21 (von 37) Dimensionen des Referenzrahmens Schulqualität NRW – insbesondere aus den Inhaltsbereichen Schulkultur, Professionalisierung, Führung […]
weiterlesenSchulprogramm und Schulprogrammarbeit – Chancen für die Schulentwicklung: Referenzrahmen Schulqualität NRW und das Online-Unterstützungsportal
Die Schulen in NRW legen auf der Grundlage ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags die besonderen Ziele, Schwerpunkte und Organisationsformen ihrer pädagogischen Arbeit in einem Schulprogramm fest und schreiben es regelmäßig fort. (SchulG § 3, Abs. 2, Satz 1). Das querstrukturelle Thema Schulprogramm wird im Kriterium 2.1.4 aufgegriffen. Schulprogrammarbeit berührt nicht nur den Inhaltsbereich 5 Führung und […]
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